Transparenz

DZI Spendensiegel 2011 Wir sind der Meinung, dass unsere Spender wissen sollen, was mit ihrem Geld geschieht. Deshalb legen wir unsere Zahlen auf den Tisch!
Das Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) hat unserem Verein nach einer genauen Überprüfung im Juni 2010 das Spendensiegel zuerkannt. Von den etwa 3.000 überregionalen Spenden sammelnden Organisationen in Deutschland sind 254 berechtigt, das Spendensiegel zu führen.




Initiative Tansparente Zivilgesellschaft Seit August 2010 unterstützen wir außerdem die Initiative Transparente Zivilgesellschaft, die geforderten Angaben zur Transparenz gemäß der Selbstverpflichtung finden Sie bei Anklicken das Logos.


Nach wie vor gelingt es uns, die Kosten des Vereins sehr gering zu halten und auf das Nötigste zu begrenzen. Im folgenden können Sie sich anhand der Abschrift des Tätigkeitsberichts 2009 ein genaues Bild über alle Einnahmen und Ausgaben des Vereins machen. Die Originalberichte und weitere Anlagen finden Sie in der rechten Spalte als PDF-Dokumente zum Download.

Tätigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2009

Der Vorstand des Vereins möchte Ihnen einen Bericht über die Aktivitäten und Ergebnisse des Jahres 2009 geben.

Finanzen
Überschuss und Rücklagen am 01.01.2009 36.382,16 Euro
Erträge
Spenden 102.560,00 Euro
Beiträge 418,00 Euro
Zinsen 293,81 Euro
Gesamterträge 103.271,81 Euro
Aufwand
Unterstützung 57.460,97 Euro
Bankkosten 37,15 Euro
Verwaltungskosten -,-- Euro
Werbungskosten 1.658,05 Euro
Aufwandsentschädigung 3.422,40 Euro
Gesamtaufwand 62.578,57 Euro
Überschuss am 31.12.2009 77.075,40 Euro
Davon freie und gebundene Rücklagen 69.746,00 Euro


Aufwand

Der Gesamtaufwand hielt sich auch im Jahr 2009 in engen Grenzen. Enthalten darin ist die Aufwandsentschädigung von Euro 3.422 für unseren Repräsentanten in Yangon, U Min Lwin Oo, dem mit dieser Zahlung ein teilweiser, wenn auch nicht vollständiger Ausgleich für seine beträchtlichen Kosten gewährt wird.
Die Werbekosten bestanden aus der Vereinsbroschüre und dem Druck und der Versendung der halbjährlichen Berichte an unsere Förderinnen und Förderer. Der Verein verzichtet bewusst auf breit angelegte Werbung, um die Kosten des Vereins so gering wie möglich zu halten.
Verwaltungskosten fielen nicht an, da sie von den beiden Vorstandsmitgliedern getragen wurden.

Die Gesamtkosten des Vereins in Höhe von Euro 5.118 sind sehr bescheiden, wenn man sie in Beziehung setzt zu dem Sammlungsergebnis von Euro 103.000.
Sie betragen nur etwa fünf Prozent. Bei den großen wohltätigen Vereinen fließen zumeist 15 bis 30 Prozent des Spendenaufkommens in die Verwaltungs- und Werbekosten.
Mit seinem Spendensiegel bestätigt das DZI unserem Verein den vertrauenswürdigen und effizienten Umgang mit den Spendengeldern.


Ertrag und Rücklagen

Mit etwa 400 Spenden in Höhe von insgesamt Euro 102.560 haben wir das Vorjahresergebnis von Euro 233.000 nicht erreicht. Grund für den hohen Spendeneingang im Vorjahr waren die Wirbelsturmkatastrophe im April 2008 sowie eine Sonderspende der Bildzeitung in Höhe von Euro 60.000.
Im Geschäftsjahr 2009 gab es keine Großspende (Spenden in Höhe von mehr als 10 Prozent des gesamten Jahreseinkommens). Vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise des Jahres 2009 hatten wir ein eher geringes Spendenergebnis erwartet. Unsere loyalen Förderinnen und Förderer haben uns auch in dem schwierigen Jahr wieder einmal großzügig unterstützt. Am Jahresende blieb ein erheblicher Jahresüberschuss von Euro 77.075,40 wovon Euro 69.746 in die freien und gebundenen Rücklagen eingestellt wurden.


Mitglieder und Förderer

Die Zahl der Mitglieder erhöhte sich 2009 von 17 auf 19.
Der Kreis der Förderer beläuft sich auf etwa 450.


Unterstützung

Die gesamten Unterstützungen für unsere fünf Waisenheime und vier Grundschulen beliefen sich auf Euro 57.500.
Darunter waren auch Restzahlungen für Wiederaufbauprojekte im Kani Jungenwaisenheim und in den zwei Grundschulen Kabin und Thayet im Katastrophengebiet. Zum anderen haben wir wie in jedem Jahr unseren fünf Heimen einen Zuschuss zu deren Education Funds und Health Funds gewährt. Die Heime erhalten vor Ort zumeist nur Sachspenden, so dass sie Erziehungs- und Ausbildungskosten, sowie Kosten für Arztbesuche und Medikamente oft nicht bezahlen können.

1. Hygiene und Gesundheit

Kranke Kinder kann man nicht unterrichten und ausbilden. Deshalb sind Hygiene und Gesundheitsvorsorge in einem Land, in dem die medizinische Versorgung der Bevölkerung zusammengebrochen ist, von vorrangiger Bedeutung.

Unsere Heime und Schulen können die Mittel dafür nicht aus eigener Kraft aufbringen. Sie müssen ihre wenigen Mittel auf Ernährung und Kleidung aufteilen. Wir haben in drei Heimen eine kleine Arztstation eingerichtet, in der die etwa 1.000 Kinder untersucht und mit den notwendigen Medikamenten versorgt werden. Darüber hinaus lassen wir strenge Maßnahmen für Hygiene- und Gesundheitsvorsorge von zwei pensionierten burmesischen Gesundheitsexperten in den Heimen durchführen. Sie untersuchen alle Kinder in den drei Heimen, stellen entsprechende Unterlagen für jedes einzelne Kind auf, prüfen die Impf- und Hygienesituation, geben Unterricht in Gesundheitsvorsorge und Hygiene und überwachen die Entwicklung von Hygiene und Krankheiten in den Heimen.
Die Heime haben dafür einen "Health Fund" eingerichtet, der von uns unterstützt und von den burmesischen Fachleuten überwacht wird. Die Krankenstatistiken beweisen den Erfolg unserer Maßnahmen. Die Krankheitsfälle sind in allen Heimen stark rückläufig.

2. Erziehung und Ausbildung

Um den Kindern und Jugendlichen zu helfen, aus dem entwürdigenden Kreislauf von mangelnder Bildung, Arbeitslosigkeit und Armut zu entrinnen, ermöglichen wir ihnen Zugang zu weiterführenden Schulen und gezielte praktische Ausbildung. Auch in einem armen Land wie Myanmar kostet das Geld. Die Heime und Schulen haben dafür den "Education Fund" eingerichtet, der von uns unterstützt wird. Aus den Mitteln der Fonds können sie Schulmaterial kaufen, Lehrer bezahlen, Schulgebühren begleichen und Schuleinrichtungen verbessern.

Auch hier bestätigen die gestiegenen Leistungen der Mädchen und Jungen unsere Maßnahmen. Hatten wir zu Beginn unserer Tätigkeit einen Studenten an der Universität, sind es heute über 40 jungen Frauen und Männer!
Erstaunliche Erfolge und Leistungen sind auf dem Gebiet der Computertechnik festzustellen. Zwölf Jungen besuchen Fachschulen für Netzwerktechnik und Programmierung. Eine junge Frau studiert Maschinenbau an der Technischen Hochschule von Mandalay.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auch 2009 auf der praktischen und berufsorientierten Ausbildung. So erhalten die Mädchen Unterricht in allgemeiner Computer Anwendung, in elektronischer Buchführung, in der Schneiderei und auf anderen Gebieten. Die Jungen werden im Elektrohandwerk, in der allgemeinen Computeranwendung, in traditioneller Medizin, in der Krankenpflege sowie anderen Berufen ausgebildet.

Wir erhalten vierteljährliche Abrechnungen zu dem Education Fund und dem Health Fund. Außerdem lassen wir die Buchführungen regelmäßig prüfen.


Ausblick auf das Jahr 2010

Im Jahr 2010 werden wir die Wiederaufbauprojekte im Katastrophengebiet abschließen können. Dazu werden wir im Mädchenheim in Kyaiklat und im Jungenheim in Kani/Pyapon neue Küchen und Essräume bauen. Da wir die gesamte Finanzierung nicht alleine darstellen können, werden wir uns um Kofinanzierung bei anderen deutschen Vereinen oder Stiftungen bemühen.

Wir möchten Ihnen recht herzlich für Ihre großzügige Unterstützung danken und wünschen uns, dass Sie bald einmal Gelegenheit haben, sich den Erfolg Ihrer Spenden vor Ort anzusehen. Äbte, Äbtissin und Kinder freuen sich über den Besuch ihrer Förderinnen und Förderer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Wir helfen Ihnen gerne bei Ihren Reiseplänen.


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